Geschirrspüler 1984 – ein interessanter Rückblick


Ein umfangreicher Vergleichstest ging 1984 auf die Frage ein, ob sparsamere Geschirrspüler noch die gleichgute Reinigungsleistung vorweisen konnten. Lediglich ein Geschirrspüler wurde mit der Note „zufriedenstellend“ bewertet, während alle anderen 37 Testkandidaten die Note „gut“ erhielten. Die Testergebnisse offenbarten auch, dass die eigentliche Arbeitsleistung, also Geschirr spülen, von den Geräten der Preisklasse zwischen 1000 und 2100 DM weit gehend gleich gut erledigt wurde. Die Unterschiede zwischen den Spülmaschinen zeigten sich vor allem bei den Programmen, die allerdings häufig im Alltag gar nicht benötigt wurden.

Beim Blick auf konkrete Hersteller wird deutlich, dass der Mehrpreis für teurere Geschirrspüler meist wenig Niederschlag in der technischen Ausstattung oder der Spülleistung erfuhr. So bot AEG zum Beispiel die Favorit 251i an, die es bereits ab 1150 DM zu kaufen gab. Der Test ergab keine nennenswerten Qualitätsunterschiede zu der Favorit 260i (baugleich mit den Modellen 263i, 265i und 268i), die aber bis zu knapp 1700 DM kostete.

Kaum anders sieht es in der Produktgruppe Bosch / Constructa / Siemens / Neff aus. Bei Constructa beispielsweise konnte die CG 5300 für rund 1250 DM ebenso gut abschneiden wie die CG 6400, deren Preis bei bis zu 1900 DM lag. Ähnliches gilt für die Modelle Bosch S 520 für 1200 DM und S 730 für annähernd 2000 DM. Auch bei Siemens konnte die SN 4500 dieselben Noten erringen wie die SN 7700. Dabei kostete der größere Geschirrspüler bis zu 2000 DM und war damit 800 DM teurer als die kleinere Spülmaschine. Bei Neff mussten die beiden teureren Testkandidaten gegenüber dem um 100 DM günstigeren Modell bei der Handhabung schlechtere Noten hinnehmen.

In der Produktgruppe Bauknecht und Philips waren die Unterschiede nicht so eklatant. Auffällig ist jedoch, dass auch bei Philips die EL 64 FI bei der Handhabung schlechter bewertet wurde, als die um 80 DM günstigere EL 54 UD. Bei Bauknecht waren die Modellreihen 850 und 870 praktisch gleich erfolgreich.

Bei allen bisher genannten Herstellern war immer ein Einsteigermodell für deutlich weniger Geld im Angebot, das jedoch geringfügig schlechtere Noten erhielt. Zu beklagen ist, dass sich diese Bewertung nicht nur auf den Verbrauch der Geschirrspüler, sondern leider auch auf die praktische Prüfung bezog.

Bei Miele schnitten alle vier Geschirrspüler (522U, 522i, 542U, 542i) gut ab. Dabei kosteten die 542er durchschnittlich etwa 300 DM mehr als die 522er. Dafür erreichten sie in der technischen Prüfung jedoch auch bessere Ergebnisse (als einzige „Sehr gut“ im gesamten Test).
geschirrspueler.eu





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