Im Sitzen arbeiten ist anstrengend für den Rücken


Wer lange in sitzender Haltung arbeitet, verspürt oftmals Verspannungen des Nackens und des Rückens. Das liegt an einer falschen Sitzhaltung, in die man leicht verfällt, weil es im Grundsatz keine natürliche Haltung ist, Stehen oder Liegen entsprechen eher der menschlichen Physiognomie. Dennoch werden immer mehr Tätigkeiten im Sitzen ausgeführt, was auch ein Zeichen dafür ist, dass sich die Arbeitswelt verändert und immer mehr Telearbeitsplätze, also Arbeit am Bildschirm und im Sitzen, entstehen. Man kann sich jedoch selber behelfen und die negativen Wirkungen des langen und ungünstigen Sitzens verringern. Einmal, indem man den Stuhl durch einen Sitzball oder Gymnastikball austauscht, denn ein Sitzball bietet anders als ein Stuhl keinen festen, ruhigen Stand, sondern zwingt den Körper zu einem permanenten Ausgleich, um das Gleichgewicht zu halten. Hierdurch werden insbesondere die Rückenmuskeln trainiert, die ansonsten im Sitzen eben nicht angesprochen werden. Und dann, indem man regelmäßig aufsteht und sich dehnt und streckt, ein paar Schritte tut und tief durchatmet. Das sorgt dafür, dass der Kreislauf wieder in Schwung kommt und das Gehirn mit frischem Sauerstoff versorgt wird, und die Anspannung der Muskelgruppen, die bei dauerhaftem Sitzen nicht beansprucht werden, tun ihr übriges, um Verspannungen vorzubeugen. Viele Krankenkassen bieten Kurse oder Informationsbroschüren an, in denen kleine Übungen für den Büroalltag aufgeführt sind, die bei regelmäßiger Anwendung die Körperhaltung verbessern und damit die beste Vorbeugung gegen Rückenleiden oder Verspannungen darstellen. Daran hat auch der Arbeitgeber ein Interesse, in Amerika und anderen europäischen und asiatischen Ländern zählt Betriebssport zu den selbstverständlichen Angeboten von Arbeitgebern, die auch intensiv genutzt werden, da sich Gymnastik und Sport positiv auf die Arbeitmoral und die Krankenquote auswirkt und so beiden, Arbeitnehmer wie Arbeitgeber einen Vorteil bietet. Wodurch der vermeintliche Verlust an Arbeitszeit relativiert wird, der durch die während der Arbeitszeit abgehaltene Gymnastik entsteht.


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