Der Dispositionskredit
Unter einem Dispositionskredit, oder kurz auch Dispokredit, versteht man die Möglichkeit eines Girokontoinhabers, sein Konto auch über die 0-Euro-Grenze hinaus zu belasten, es also ins Soll zu ziehen. Der Dispositionskredit bedarf dabei keiner weiteren Vereinbarung, meist wird er bereits beim Abschluss des Girokontos mit vereinbart.
Wie aber bekommt man eigentlich einen Dispokredit? Und was sind die Voraussetzungen? Wie hoch sind die Kosten?
Nun, ein Dispokredit kann prinzipiell bei jedem Girokonto gewährt werden, vorausgesetzt ist immer eine ausreichende Bonität des Kunden. Um diese zu sichern, analysieren die Kreditinstitute die Zahlungsein- und abgänge von dem entsprechenden Girokonto sehr genau. Wirft das Konto ein "gutes Licht" auf den Mandanten, geht die Rechnung also letztlich stets zu seinen Gunsten auf, so steht prinzipiell auch einem Dispokredit nichts im Wege. Die Höhe des Dispositionskredites richtet sich dann lediglich nach der Höhe des Einkommens. In der Regel werden Dispositionskredite ab einer Höhe von 500 Euro vergeben, 5000 Euro werden als Obergrenze dabei aber meist nicht mehr überstiegen.
Nimmt der Kunde bei seinem Girokonto den bereitgestellten Dispositionskredit in Anspruch, so muss er für den in Anspruch genommen Teil Zinsen bezahlen. Der Zins liegt dabei in der Regel zwischen 11-14%, ist also im Vergleich zu den Zinsen für einen "normalen" Kredit überaus hoch. Dafür kann ein Dispokredit allerdings auch unbegrenzt lange in Anspruch genommen werden, so lange der Zins stets bezahlt wird, ist kein zeitlicher Druck bei der Rückführung des Geldes vorhanden (Wie überall sollte man es auch hier nicht übertreiben. Wird ein Konto ewig im Minus geführt, wird man sich früher oder später einmal etwas einfallen lassen müssen).


Tweet This
zu Facebook
zu delicious
RSS Feed