Heimkino


Mit der Einführung des hochauflösenden Fernsehens wurden neben dem eigentlichen Flimmerkasten mit dem HDTV-Beamer eine andere Gruppe von Geräten zur Bildwiedergabe für den Heimkinobereich spannend. Waren bis nachher Beamer nur als Datenprojektoren für den Einsatz am Computer oder teuere Röhren-Projektoren vorhanden, so hat sich unmittelbar mit dem Videobeamer eine weitere Klasse durchgesetzt. Der Videobeamer macht es möglich, zu einem günstigen Preis eine brilliante Bilddiagonale darzustellen.
Eine ganze Serie von momentanen Beamern sind in der Lage, HD-Material abzuspielen.
Wesentliche Voraussetzung dafür ist das Vorhandensein einer DVI- oder HDMI-Schnittstelle, die den HDCP-Standard unterstützt. Zudem muss die Auflösung wenigstens 1280×720 betragen, für die volle HD-Auflösung sind allerdings 1920×1080 Bildpunkte zwingend.

Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt, einen Beamer zuzulegen sollte einige Kriterien berücksichtigen. Nicht oft steht ein Raum lediglich für die Beamer-Nutzung zur Verfügung, in der Regel muss sich das Gerät und die erforderliche Leinwand harmonisch in das Wohnzimmer einfügen. Deshalb kann es sein, dass an die Optik des Beamers besondere Anforderungen gestellt werden.
Vom Abstand des Beamers zur Leinwand hängt die Grösse des projizierten Bildes ab. Wenn der Abstand aufgrund räumlicher Verhältnisse klein ist, dann muss die Optik des Beamers dies ausgleichen können. Ferner steht nicht in jedem Fall der optisch ideale Aufstellungsort, akkurat mittig gegenüber der Leinwand, zur Verfügung. In diesem Fall ist der Ausgleich der enthaltenen Kissenverzerrungen notwendig. Man sollte sich auch vorweg Gedanken über die Grösse und das Format der Leinwand machen. Das 16:9-Format ist bei Filmen üblich, eine 4:3 Format Leinwand wirkt da unangebracht. Meistens hat die Leinwand einen schwarzen Rand, in dem das projizierte Bild richtig reinpassen soll. Es besteht also eine Wechselwirkung zwischen Beamer, Leinwand und Abstand, die vorher akkurat kalkuliert werden sollte.

Bei der Auswahl des HD-Beamers selbst sind diverse weitere Faktoren wichtig. Es gibt einige Bauarten, die systembedingt Vor- und Nachteile besitzen. Die Bildqualität sollte man vor dem Anschaffen mit eigenen Augen gesehen haben. Relevant ist bei der Nutzung ebenfalls das entstehende Betriebsgeräusch, welches sich schnell unerfreulich bemerkbar machen kann.
Ausreichender Kontrast ist wichtig, eine große Helligkeit eher nicht, da der Beamer meist im abgedunkelten Raum gebraucht wird. Wer über etliche HDV-ausgebende Quellen nutzt sollte einen Beamer auswählen, der über mehrere DVI- oder HDMI-Eingänge verfügt.


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