Die Fächer Ethik und Religion heute
An den meisten weiterführenden Schulen gibt es das Unterrichtsfach Religion – und seit einiger Zeit auch das Schulfach Ethik. Ethik soll insbesondere den Schülern zur Verfügung stellen, die keinen konfessionellen Religionsunterricht bekommen möchten. Das ist oft bei Kindern der Fall, die nicht der christlichen Religion angehören, sondern etwa dem Judentum oder dem Islam.
Der Ethik-Unterricht soll helfen, besonders den anderen Religionen in Deutschland, zwar keine konfessionelle, aber immerhin eine Basis zu geben. Sie sollen kein Dasein wie in einem Kloster, hinter verschlossenen Mauern, führen. Zu den Weltreligionen gehören der Islam, der Buddhismus, das Judentum, der Hinduismus sowie der Daoismus.
Diese Aufspaltung innerhalb der Religion ist keine Besonderheit der christlichen Religion. Wir finden sie in allen Religionen. So gibt es etwa im Islam die sunnitische und schiitische Glaubensrichtung. Das Judentum kennt konservative, liberale und orthodoxe Gemeinden.
Dass in Deutschland das Christentum ein eigenes Schulfach als Unterrichtsfach bekommen hat, ist in erster Linie politisch, und dies wiederum historisch und kulturell begründet. In Deutschland lebten und leben weit mehr Christen als Anhänger anderer Religionen. Dennoch wird die Ökumene immer weiter ausgebaut, d.h. der Dialog zwischen den Religionen. Das Fach Ethik soll dazu beitragen.


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